Abrechnung mit dem ZDF – dem Zwangsfinanzierten Deutschen Fernsehen

Heute, am 16.06.2016 war bei mir Abrechnung mit dem ZDF, dem Zwangsfinanzierten Deutschen Fernsehen.

Nach dem Einreichen meiner Klage vor dem Verwaltungsgericht Karlsruhe gegen den SWR, wurde mir in der Antwort auf meinen „Antrag auf Aussetzung der Vollziehung“ am 4.09.2013 vom SWR mitgeteilt, dass sie bereit seien, an meinem Beitragskonto eine Sperre zu veranlassen, die verhindert, dass ich vollstreckbare Beitragsbescheide erhalte.

Dieses Versprechen wurde eingehalten, natürlich ohne Anerkennung einer Rechtspflicht.

Ich erhielt nur weiterhin im automatisierten Verfahren die sogenannten Kontostandsmitteilungen.

Sie hatten einfach die Überschrift „Zahlung der Rundfunkbeiträge“.

Gestern erhielt ich nun einen Brief vom Beitragsservice, bei dem als Betreff vermerkt war „Zahlungserinnerung“. Darin wurde ich gedrängt, die rückständigen Rundfunkbeiträge von 747,96 Euro innerhalb von zwei Wochen zu bezahlen. Ansonsten würden mir zusätzliche Kosten für Säumniszuschläge entstehen.

Ich würde in Zukunft keine Zahlungsaufforderung mehr erhalten, wenn das Beitragskonto einen Rückstand aufweist, sondern jeweils einen Festsetzungsbescheid mit Säumniszuschlag erhalten.

Da ich im Alter von 67 Jahren keine Lust auf weitere nervige Auseinandersetzungen habe, beende ich hiermit meinen 3 1/2 Jahre dauernden Widerstand gegen den Zwangsbeitrag. Ich hätte am Anfang nicht gedacht, dass ich soweit gehen würde.

Kleiner Einschub: ich behaupte nicht, dass alles schlecht sei, was vom Zwangsfinanzierten Deutschen Fernsehen kommt. Sie haben zum Beispiel schöne Märchenverfilmungen. Davon habe ich mir in der Vergangenheit gegen Bezahlung einige auf DVD zusenden lassen.

Dabei ist mir folgendes aufgefallen: in einigen dieser Filme kommen recht realistische und fast brutale Szenen vor, in denen dargestellt wird, wie berittene Soldaten im Auftrag irgendeines Feudalherren vom armen geknechteten Volk mit aller Härte zu leistende Zwangsabgaben eintreiben.

Wer nicht zahlt kommt in Haft. Zum Beispiel in der Verfilmung von „Die Sterntaler“. Da werden die armen Weber, die ihre Beiträge nicht zahlen konnten, zur Abarbeitung ihrer Zwangsbeiträge in ein Verlies des habgierigen und dummen Königs gesteckt.

Sterntaler, hervorragend gespielt von Mera Durand, macht sich auf den Weg zum König, um mit ihm zu verhandeln. Aber genau wie die heutigen neuen Feudalherren ist er unnachgiebig und beharrt auf dem Bezahlen seiner Zwangsabgaben.

Sterntaler gibt immer das wenige, das sie hat, wo es gebraucht werden kann, und wird doch nicht ärmer. Als sie schließlich, nur mit einem Hemdchen begleitet im Wald steht, regnet es Goldtaler auf sie herunter.

Mehrere Säcke, gefüllt mit diesen Goldtalern schüttet sie aus und dem König in seinem Palast vor die Füße, der dabei verblüfft dreinschaut. Sterntaler wirft mit einem offenen und freudigen Gesichtsausdruck auch noch zusätzliche Goldtaler als Strafzinsen auf den Boden. Und mit unerschöpflicher Energie gleich noch das Gold für die Zwangsabgaben für die nächsten zehn Jahre. „Das heißt: alle Weber sind frei!“ verkündet Sterntaler siegessicher.

„Wo hast du das viele Gold her?“ fragt der überraschte König. Und Sterntaler erzählt es ihm wahrheitsgemäß, da sie ja nichts zu verbergen hat.

Der König in seiner Habgier und Besessenheit, versucht es nachzumachen, läuft nachts nackt durch den Wald, wird dabei jedoch von seinen eigenen Wächtern, die ihn zufällig dort aufspüren und für einen Irren halten, gefangengenommen und in einen Steinbruch zur Zwangsarbeit gebracht.

Diese Geschichte hatte ich im Hinterkopf, als ich heute den Zwangsbeitrag von 747,96 Euro überwiesen habe.

Nein, ich bin kein völlig selbstloser Mensch. Aber ich strebe danach, wie Sterntaler mit der ewigen Quelle verbunden zu sein, die immer fließt und unerschöpflichen inneren Reichtum schenkt und wenn sie intelligent und selbstschöpferisch verwendet wird, auch im Äusseren eine segensreiche Wirkung hinterlässt.

Ich gehe davon aus, dass auch die verblendeten Könige des Zwangsfinanzierten Deutschen Fernsehens früher oder später von ihrem Schicksal überrascht werden.

PS.: Meine Klage vor dem Verwaltungsgericht Karlsruhe habe ich am 3. Juli 2016 zurückgenommen, nachdem das Verfahren auf Antrag des SWR vom 1. Juni 2016 wieder weitergeführt worden war.

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